Dieses Jahr haben wir das vierte Jahr der Hofsolawi abgeschlossen. Wir präsentieren euch die Jahresabschlüsse 2024 der Biohof Fondli GmbH und der Genossenschaft, inklusive Erfolgsrechnung und Bilanz. Die angehängten Berichte sind provisorische Versionen, die von unserer Treuhand erstellt wurden.
Die Finalisierung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Revision, sodass in den endgültigen Abschlüssen noch minimale Abweichungen möglich sind.
Die Revisionsberichte sowie die finalen Abschlussunterlagen werden an der Generalversammlung vorliegen. Allfällige Abweichungen zu den provisorischen Berichten werden wir natürlich entsprechend kommunizieren.
VERGLEICH JAHRESRECHNUNG 2024 – BUDGET 2024
ERTRAG
- Abonnements: Im Jahr 2024 wurden weniger Abos als verfügbar vergeben, was unsere Haupteinnahmen im Vergleich zum Vorjahr senkte. Die Einnahmen fallen trotzdem leicht höher als erwartet aus; ca. 7’500 CHF über dem Budget.
- Sondereinnahmen (Limmattalbahn, Biodiversitätsinitiative und Verkauf Hoflader): Wir haben dieses Jahr erneut viele Arbeiten für die Limmattalbahn geleistet, und zwar fast zwei Drittel mehr als ursprünglich budgetiert (Total Ertrag ca. 17’000 CHF). Ausserdem hat die Biodiversitätsgruppe ein Projekt durchgeführt, das von der Stadt Dietikon unterstützt wurde. Das Projekt führte zwar zu Mehraufwänden (Material, Personal, Maschinenmiete), die Projektbilanz ist jedoch deutlich positiv (ca. 7’000 CHF). Als letzte unerwartete Einnahme konnten wir unseren alten Hoflader über dem restlichen Buchwert weiterverkaufen, woraus ein kleiner ungeplanter Ertrag entstand.
- Ertragsminderungen (Holzarbeiten, Obstverkauf): Im Gegensatz zum Jahr 2023 haben wir dieses Jahr kaum Ertrag mit den Holzarbeiten generiert. Bei diesen Arbeiten gleichen sich Ertrag und Aufwand aus, sodass dieser Ertragsausfall keine weiteren Konsequenzen auf dem Gesamtergebnis hat. Aufgrund der tiefen Abozahlen wurde anfangs 2024 der Verkauf eines Teils der Apfelernte beschlossen. Die Annahmen dafür erfolgen jedoch erst in diesem Sommer (2025), sodass unsere Erträge hier noch nicht verbucht werden können und auch vom Budget abweichen (Ertragsausfall 5’000 CHF).
- Hühnerbestand: Beim Hühnerbestand verzeichnen wir im Abschluss 2024 einen Verlust von ca. 4’800 CHF. Der Grund dafür ist, dass dies vom neuen Treuhänder anders gehandhabt wird als bis jetzt (der Kauf von Legehennen wurde aktiviert und wird somit vom Aufwand abgezogen). Das Gesamtbild bleibt aber davon unverändert und liegt im erwarteten Bereich.
- Bestandsänderung: Wie im Jahr 2023 verzeichnen wir dieses Jahr auch eine grosse Bestandsänderung der selbstproduzierten Vorräte. Im Gegensatz zum Vorjahr stellt diese Bestandsänderung in diesem Jahr jedoch einen grossen Ertrag dar (ca. 18‘000 CHF). In diesem Jahr haben wir die Bestandsänderung vom Jahr 2023 ausgleichen müssen und konnten noch nicht diesen „Bestandsänderung-Effekt“ einstellen. Wir haben uns jedoch über einen Berechnungsmechanismus geeinigt, sodass wir voraussichtlich in den nächsten Jahren in diesem Bereich buchhalterisch nur noch kleine Änderungen verzeichnen werden.
- Gesamtertrag: Der Gesamtertrag fällt somit bei beiden Körperschaften erfreulicherweise höher aus als ursprünglich erwartet.
AUFWAND
- Fondlihof-Erneuerung: Dieses Jahr haben wir alle geplanten Rückstellungen und Gebäudeabschreibungen tätigen können, die wir budgetiert haben. Dafür haben wir schon die neue Kontenstruktur angewendet, die wir erst für das Budget 2025 erarbeitet hatten. Umbau Küche: Für das Umbau Projekt des neuen Pausenraums haben wir bis Ende Dezember 2024 ca. 105’000 CHF (von den bewilligten 125’000 CHF) ausgegeben. Da nur ein Teil des Unterhaltsbudgets tatsächlich verbraucht wurde, konnten wir einen Teil der Kosten des Umbauprojekts über das Unterhaltsbudget finanzieren (ca. 20’000 CHF).
- Personalaufwand: Der Gesamtpersonalaufwand war mit ca. 373’000 budgetiert, inklusive Personalreserve. Auch in diesem Jahr haben wir dieses Budget vollumfänglich ausgeschöpft, bzw. sogar überschritten. Der Grund für diese Überschreitung liegt hauptsächlich bei den vereinbarten zusätzlichen Leistungen, die von unseren Fachkräften geleistet wurden (Limmattalbahn, Biodiversitätsinitiative, Unterstützung des Umbauprojekts).
- Abschreibungen: Bei den Abschreibungen zeichnen wir einen deutlich höheren Aufwand als erwartet. Dies ist nicht auf die Anpassung der Abschreibungsstrategie (lineare Abschreibungen) zurückzuführen, sondern auf folgende Themen: Einerseits haben wir dieses Jahr zum ersten Mal die Dauerkulturen abgeschrieben (und werden dies in den nächsten Jahren auch tun), Andererseits haben wir Abschreibungen vorgezogen, um das Budget 2025 zu entlasten (ca. 13’000 CHF bei der GmbH und 8’000 CHF bei der Genossenschaft).
Beide Körperschaften schliessen das Jahr mit einem kleinen Gewinn ab.
BILANZ – VERGLEICH ZUM VORJAHR
- Wir haben dieses Jahr in einigen Immobilien-Sachanlagen investiert: im Sommer haben wir einerseits eine PV-Anlage installiert (als Teil von der Remise / Stall) und Ende Jahr einen grossen Teil des neuen Pausenraums gebaut. Die immobilen Sachanlagen erhöhen sich um ca. 7.5%, trotz der Abschreibungen.
- Bei den anderen Anlagen nehmen die Konten entsprechend der Abschreibungen ab.
- Das langfristige Oooo-GmbH Darlehen wurde um 80‘000 CHF erhöht (entsprechend des aktivierten Betrags für den Umbau der Küche)
- Bei der Genossenschaft wurde ein grosses Darlehen zurückgezogen und es fehlen mit den Abos auch einige Anteilscheine. Die flüssige Mittel der Genossenschaft bleiben aber hoch.
RÜCKBLICK DER FINANZGRUPPE AUF DAS JAHR 2024
Wir hatten im 2024 auch einige an Themen, die wir anpacken wollten, und vieles davon haben wir auch geschafft:
- Die Buchhaltung von der GmbH wird neu in der Bexio Software gemacht, sodass wir jederzeit Einsicht in den Konten haben und selber sehr viel Buchungen erledigen konnten. Die effektive Implementierung erfolgte etwas später als geplant, sodass wir unsere Controlling Struktur noch nicht darauf aufbauen konnten.
- Neu haben wir die Firma Ageba als Treuhand beauftragt und haben im Laufe des Jahres der Treuhand Wechsel begleitet.
- Die Abschreibungsstrategie für die Mobilien wurde überarbeitet und festgehalten
- Für die Gebäude wurde eine Abschreibungs- und Rückstellungstrategie erarbeitet und dokumentiert.
- Das Thema Bestandsänderung haben wir auch angesprochen und haben ab Jahr 2025 eine Strategie erarbeiten können, sodass wir in Zukunft solche Bestandsänderungen-Effekte vermeiden werden.
- Der allfällige Übertrag der Vieh- und Fahrhabe von der GmbH zur Genossenschaft war weiterhin in Diskussion. Der Entscheid steht noch aus.
- Wir haben dieses Jahr die langfristige Finanzplanung auch wieder unterstützend für den Vorstand verfolgt.
- Das Thema Pauschalzahlungen ist weiterhin offen. Wir haben keine weiteren Diskussionen über Rechnungsarten geführt und sind momentan noch beim alten System geblieben.
AUSBLICK DER FINANZGRUPPE AUF DAS JAHR 2025
Die Finanzen werden auch weiterhin wichtig bleiben. Wie auch im letzten Jahr gibt es besondere Themen, welche wir anpacken möchten:
Ziel ist, teilweise über externe Stiftungsfördergelder eine Teilfinanzierung zu erlangen.
Da das Budget 2025 sehr gespannt ist, wird ein enges Controlling sinnvoll sein, sowohl bei der GmbH als auch bei der Genossenschaft.
Wir ziehen aktuell einen Wechsel der Buchhaltung Software auch für die Genossenschaft in Betracht, sodass die Buchhaltung in der gleichen Software für die GmbH und die Genossenschaft durchgeführt wird. Das werden im Laufe vom 2025 evaluieren und ggf. ab 2026 umsetzen.
Wir möchten uns im kommenden Jahr weiterhin mit der langfristigen Finanzierung- und Liquiditätsplanung beschäftigen. Ein erste Version ist bereits umgesetzt worden, nun geht es darum, diese standardmässig weiterzuführen und zu verfeinern.
